GERMAN Gerd Ittners Ausflug von Nürnberg aus

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Hier eine weitere Folge “Ausflüge in schöne deutsche Landschaften”
Am letzten Sonntag blieb ich ganz in der Nähe Nürnbergs; fuhr mit dem Rad der Pegnitz entlang, direkt an der ich wohne, flußaufwärts und stadtauswärts. Ãœber Hammer, heute zum Nürnberger Stadtgebiet gehörig, in den Quellen erstmals 1372 als Mühle erwähnt. Der “Judenstern” im Wirtshausschild ist kein solcher, sondern ein sogenannter Zoiglstern, oder auch nur Zoigl. Es handelt sich um das Zunftzeichen der Brauer. In Franken und der Oberpfalz kann man den Zoigl noch öfter an Wirtshäusern sehen. Insbesondere dort, wo selber gebraut wird. (http://zoiglbier.de) Im 15. Jahrhundert wurde neben der Mühle ein Messinghammer betrieben, woraus sich eine frühe Industrieansiedlung entwickelte; mit einem Herrenhaus, Häusern für die Arbeiter, einer Schule, einem Wirtshaus, sowie Stallungen und Wirtschaftsgebäuden. Die in Hammer hergestellten Bunt- und Edelmetallfolien waren weithin gefragt und wurden per Schiff bis nach Asien gehandelt.
1943 wurde Hammer bei alliierten Luftangriffen schwer getroffen. Seither ist das ehemalige Herrenhaus eine Ruine. Die Arbeiterhäuser wurden wieder instandgesetzt; das begann bereits 1944. Doch für die Messingverarbeitung bedeuteten die Bombenschäden das Ende.
Es folgt ein Foto vom Schlößchen in Schwaig. Dann geht es in den Nürnberger Reichswald. Genauer gesagt in den Lorenzer Reichswald, der den südlich der Pegnitz liegenden Teil des Reichswaldes bildet; der nördlich der Pegnitz gelegene Teil ist der Sebalder Reichswald. (Benannt nach den Nürnberger Kirchen St. Lorenz und St. Sebald, die jeweils südlich = links und nördlich = rechts der Pegnitz liegen.) Zum Kleinen und zum Großen Birkensee. Wie man auf den Fotos sieht, leisten die Biber dort “ganze Arbeit”. Biber sind heute im Reichswald wieder weit verbreitet und sie kommen mit der Pegnitz sogar bis nach Nürnberg ins Stadtgebiet.
Von den Birkenseen führte mein Weg, immer durch den riesigen Reichswald, nach Süden. Durch Nürnberg-Fischbach mit dem Pellerschloß (2 Fotos) und Feucht mit dem Zeidlerschloß. Weiter zum Kleinen und großen Jägersee und zu den Krugsweihern. Nicht weit von diesen führt der alte Ludwig-Donau-Main-Kanal durch den Reichswald; diesen entlang fuhr ich zurück nach Nürnberg. Am Alten Kanal, wie er hier bei uns heißt, stehen an den ehemaligen Schleusen noch die zugehörigen Schleusenwärterhäuser (2 Fotos). Früher ging der von 1836 bis 1846 erbaute Ludwigskanal von Kehlheim an der Donau bis Bamberg, wo er diese mit dem Main verband; heute endet er in Nürnberg, im Stadtteil Gartenstadt. Ein Foto zeigt die Stelle, wo der Ludwigskanal aufhört; vor der Straße Finkenbrunn. Jenseits der Straße verläuft er noch einige hundert Meter als Parkanlage “trocken” weiter – im Foto zu sehen mit Schleusenmauern und einem ehemaligen Schleusenwärterhaus -, um schließlich ganz zu erlöschen. Nur in Bamberg ist dann noch ein kurzes Stück Ludwigskanal vorhanden, zwischen dem Hain und der Rathausbrücke.
Zum Schluß Fotos von der Nürnberger Maxbrücke über die Pegnitz aus aufgenommen. Ganz nah von dort wohne ich. Und ganz am Ende ein Foto von meinem Hausgangfenster aus, auf die Stadtmauer und die Kaiserburg.
Wie immer: Erstes Foto anklicken, dann “Diashow starten”, und diese läuft automatisch im Vollbildmodus an.
Viel Spaß im Nürnberger Reichswald!
gerd-ittner-viertel-profil

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